General, Probe & Musik!

Ein kurzes Probengespräch mit GMD Florian Merz

veröffentlicht am 1. Oktober 2019 17:54 Uhr

Bad Elster/CVG. Im Zuge des Festkonzertes zu 29 Jahren Deutsche Einheit und den derzeitigen Proben kurz vor dem Symphoniekonzert »Pastorale Einheit« am Donnerstag, den 3. Oktober im König Albert Theater haben wir den Dirigenten, Herrn GMD Florian Merz, zum Programm befragt, um etwas mehr über die musikalische Orchesterarbeit im Vorfeld zu erfahren. Viel Vergnügen!

Was ist die schönste Stelle des Konzertes?
In Beethovens »Pastorale« nach der dramatischen Gewitter- und Sturmmusik in das friedvolle Finale überzuleiten – das ist, wie durch die Macht der Musik, Frieden zu stiften!

Was ist die größte Herausforderung des Programms?
Franz Danzi ist leider ein unterschätzter Komponist, sein Fagottkonzert ist ein Meisterwerk! Die Großartigkeit und Feierlichkeit der wuchtigen Orchestration im Spannungsfeld der Eindringlichkeit und Virtuosität des Werkes erfordert von uns eine intensive Akzentuierung.

Warum der Titel »Pastorale Einheit«?
Wir möchten hier im ländlichen Raum einer ehemaligen Grenzregion immer wieder daran erinnern, dass das Wunder der friedlichen Deutschen Wiedervereinigung ein großes Glück ist – so wie Beethovens Pastorale – als eine ländlich, idyllische Hommage an die Menschlichkeit.

Welches Werk möchten Sie unbedingt auch zukünftig aufführen?
Beethovens Pastorale ist ein Musikwerk außerhalb der Konkurrenz: Sie gibt mir auch in schwereren Momenten des Lebens immer viel Energie durch den Glauben an das Gute.

Welche Partitur liegt zur Zeit in Ihrem Arbeitszimmer?
Das klassische Ballett »La fille mal Gardée« für die Premiere am 11. Oktober. Einfach schöne Musik in märchenhaftem Zauber, da tanzt die Vorfreude mit!

Herr Merz, wir danken Ihnen für dieses Probeninterview!